für T.
Wirklich GEWOLLT sein.
Nicht nur so: “joa, komm halt mit”.
Sondern: “Wenn ich nicht da bin, fehlt den anderen was.“
Ich hatte meine Version davon.
Du kannst “funktionieren”, du kannst witzig sein, du kannst die Stimmung retten, du kannst überall dabei sein, und trotzdem bleibt dieses Gefühl, dass es eigentlich nicht um dich ging. Sondern um deine Rolle.
Kann ich dazugehören, ohne zu performen? Und kann ich “was sagen”, ohne mich zu blamieren?
Darum geht’s. Nicht um “Selbstbewusstsein”. Nicht um “cool sein”. Nicht um “beliebt sein”.
Und das Verrückte: Die meisten im Raum haben dieselbe Frage. Sie verstecken sie nur anders.
Manche werden super laut. Manche super witzig. Manche super nett. Manche tun so, als wäre ihnen alles egal. Manche hängen nur am Handy (wie ich früher oft), damit sie nicht “nackt” im Raum stehen. Und manche sind die, die alles beobachten und innerlich schon zehn Schritte voraus sind, damit bloß nichts schiefgeht.
Ich wollte drei Dinge, ohne es mir einzugestehen:
“Leichtigkeit” bei sozialer Interaktion
wirklich GEWOLLT sein
die Person sein, die den Raum “anzündet”
Und ich sag’s direkt: das war und ist KEIN peinlicher “Teenager-Kram”. Das ist ein ziemlich normales Bedürfnis nach Sicherheit, Nähe und Wirksamkeit.
1) “Leichtigkeit” bei sozialer Interaktion
Ich wollte reinkommen und sofort wissen, wie’s läuft. Was man sagt. Wo man steht. Wann man lacht. Ohne später im Bett diese Replay-Schleife: Warum hab ich DIESEN DUMMEN SCHEISS gesagt?
Was ich eigentlich wollte, war nicht “besser reden können”.
Ich wollte Sicherheit.
Weil sobald Social Stuff sich riskant anfühlt, macht dein Kopf aus jedem Satz eine Prüfung. Und wenn alles Prüfung ist, fühlt sich nichts “leicht” an.
2) Gewollt sein
Nicht “alle sollen mich mögen”. Sondern: ich will mich gewählt fühlen.
Nicht so “joa, komm halt mit”.
Sondern: Wenn ich nicht da bin, fehlt den anderen was.
Das ist der Punkt, wo’s weh tut: Du kannst mitten unter Leuten sein und dich trotzdem austauschbar fühlen. Das habe ich sehr oft…
Und wenn man sich austauschbar fühlt, fängt man an, sich das Dazugehören “zu verdienen”. Durch Witz. Durch Anpassung. Durch “Ich bin easy”. Durch “Ich bin der, der alles regelt”. Sehr anstrengend, das ganze…
Und dann kommt Wunsch Nummer 3.
3) Die Person sein, die den Raum “anzündet”
Dieses “Ich will die Vibes sein”. Die Person, die alle mitzieht. Die für Energie sorgt.
Ich dachte lange, das wäre einfach nur “ich will Aufmerksamkeit”.
Aber eigentlich war’s Wirksamkeit.
Wenn du die Energie im Raum machen kannst, wirst du nicht übersehen.
Wenn alle auf dich reagieren, fühlst du dich real.
Und du musst nicht riskieren, dass du einfach… nicht zählst.
Nur: Der Haken ist, dass du dafür oft in einer Rolle landest. Und Rollen werden geliebt; Menschen nicht automatisch.
Und deshalb wünsch ich dir fürs neue Jahr…
…NICHT, dass du “noch besser performst”. Ich wünsch dir Räume, in denen du auch mal nichts liefern musst. Wo ein “ich weiß nicht” okay ist. Wo du nicht die Energie sein musst, damit du einen Platz hast.
Die Menschen, die du wirklich behalten willst, sind die, bei denen du auch mal ein bisschen langweilig, ein bisschen still, ein bisschen awkward sein kannst, und es ist trotzdem sicher.
Und wenn du merkst, dass du wieder in so eine Rolle rutschst: Das ist kein Fehler.
Und wenn sich das alles mal schwerer anfühlt, als es sollte: Das ist kein “Du bist komisch”-Moment. Das ist ein “Hol dir Support”-Moment. Mit jemandem reden, der wirklich safe ist: Freundin, Eltern, Vertrauenslehrerin, jemand Professionelles… ist nicht Drama. Das ist wie Service bei einem Auto..
Und man muss das bei einem E46 auch manchmal machen 😁!

